Holz polieren – so bekommen deine Möbel einen tollen Glanz
Hochglänzende Holzoberflächen sehen sehr edel aus. Wenn du einem Möbelstück solch einen Glanz verleihen möchtest, kannst du es polieren. Wie du bei dieser Arbeit am besten vorgehst und welche Holzoberflächen sich zum Polieren eignen, erfährst du hier.

Bei den Holzarten gibt es im Hinblick auf das Polieren im Prinzip keine Einschränkungen. Einige lassen sich jedoch besser bearbeiten als andere. Relativ leicht hast du es zum Beispiel bei:
- Eibe
- Douglasie
- Ahorn
- Birnbaum
- Birke
- Erle
- Esche
- Kirschbaum
- Mahagoni und
- Nussbaum
Zu den Holzarten, die sich weniger gut polieren lassen, gehören unter anderem Fichte, Tanne, Kiefer und Lärche. Wenn es bei deinem Projekt nicht um die Pflege von bereits vorhandenen Möbeln geht, suchst dir daher am besten eine Holzart aus, die sich gut polieren lässt. Eine besonders glänzende Oberfläche bekommen das Mahagoni- und das Kirschbaumholz. Möchtest du dagegen vorhandenes Holz verschönern, ist das Polieren bei lackierten und gewachsten Oberflächen möglich. Dem Polieren von geöltem Holz, das einen anderen Zweck erfüllt, widmen wir uns weiter unten im Text.
Die Möbelpflege mit Schellackpolituren und anderen Möbelpolituren
Schellack und Schellackpolituren wurden schon Anfang des 19. Jahrhunderts zur Gestaltung und Perfektionierung von besonders kostbaren Möbelstücken genutzt. Im Möbelbau wurden sie weitestgehend durch synthetisch hergestellte Lacke und andere Mittel verdrängt, bei der Restauration von antiken Möbelstücken kommen sie jedoch auch heute noch zum Einsatz.
Gewachste Holzoberflächen auf Hochglanz polieren
Sehr viel leichter als die Verwendung einer Schellackpolitur ist es, Holz zu polieren, das du zuvor mit einem Wachs behandelt hast. Solch eine Oberfläche bekommt durch das Polieren einen seidigen Glanz, der natürlicher als eine Lackschicht aussieht. Das Wachsen und Polieren ist daher vor allem für Holzoberflächen zu empfehlen, bei denen die natürliche Optik bewahrt bleiben soll. Wachs bekommst du in vielen Ausführungen und auch in leicht eingefärbten Versionen.

Für schnellere Fortschritte mit Schleifgeräten oder Dremeln arbeiten
Große Flächen von Hand zu polieren, dauert allerdings eine Weile und kann mit der Zeit recht anstrengend werden. Sofern du einen Exzenterschleifer besitzt, kaufst du dir daher besser ein Polierpad. Achte darauf, dass es zu deinem Gerät passt. Mit einem Exzenterschleifer kannst du übrigens auch sehr gut Holz schleifen.
Handelt es sich dagegen um Schnitzarbeiten oder Holz, das mit Profilen oder anderen Details versehen ist, kannst du dir die Arbeit mit einem Aufsatz für die Bohrmaschine oder einem Dremel erleichtern.
Er eignet sich neben dem Schleifen von Flächen bestens für den Schliff von Rundungen. Die Anschaffung solch eines Geräts lohnt sich daher, wenn du gern mit Holz arbeitest und noch weitere Projekte planst. Einen Exzenterschleifer bekommst du in den Baumärkten schon zu Preisen von weniger als 100 Euro. Handelt es sich dagegen um Schnitzarbeiten oder Holz, das mit Profilen oder anderen Details versehen ist, kannst du dir die Arbeit mit einem Aufsatz für die Bohrmaschine oder einem Dremel erleichtern. Mit ihm erreichst du selbst schwer zugängliche Stellen.
Durch Polieren geöltes Holz von überschüssigem Öl befreien
Geöltes Holz zu polieren ist ebenfalls möglich. In diesem Bereich hat das Polieren allerdings hauptsächlich den Zweck, überschüssiges Öl zu entfernen. Es kann die Oberfläche klebrig machen und speckig aussehen lassen. Durch das Polieren mit einem weichen Tuch sorgst du daher wieder für eine angenehme Haptik und eine schöne Optik. Eine glänzende Oberfläche wie bei lackiertem oder gewachstem Holz erzielst du bei geöltem Holz dagegen selbst durch Polieren nicht. Anders als bei einem Lack oder einem Wachs dringt das Öl in das Holz ein, sodass keine geschlossene Oberfläche entsteht, die glänzen könnte.
Geduld bei Oberflächenbehandlung
Durch Polieren bekommt Holz einen tollen Glanz. Diese Arbeit ist allerdings nur für Menschen zu empfehlen, die über genügend Geduld verfügen. Du solltest sie daher besser nur in Angriff nehmen, wenn du dich zu diesem Personenkreis zählst und es dir wenig ausmacht, über Stunden immer wieder die gleiche Bewegung auszuführen. Je länger du polierst, desto schöner ist das Ergebnis.